
Abbasidenkalif 786-809, unter dessen Regierung das Kalifenreich größte Macht sowie eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte erreichte. Die Hauptstadt Bagdad (Baghdad) wurde zum Zentrum des Handels zwischen Europa und dem Orient. Der Kalif förderte Bildung, Dichtung und Musik, an seinem Hof versammelten sich Gelehrte, Dichter und Künstler aus aller Welt. Der westlichen Welt ist Harún al-Raschid aus Erzählungen von »1001 Nacht« bekannt, in denen er als der volkstümlich idealisierte Typ des Kalifen dargestellt und wegen seiner Weisheit und Gerechtigkeit gerühmt wird.

»Harun Arraschid, oder der Gerechte, ist der fünfte Kalif der Abasiden; er besteigt den Thron im Jahr 170 der Hidjrah. Sein Vezier Djafar, Sohn Jahias, war lang in großer Gunst bei ihm: es scheint aber die Familie der Barmesiden, aus der Djafar abstammte, durch ihre zahlreichen Anhänger und großes Ansehen den Neid und das Mißtrauen des Kalifen erregt zu haben, der sie dann gänzlich auszurotten beschloß.«
Aus: 1001 Nacht, Geschichte der 3 Kalender
Zuletzt geändert am 03.05.2009