deutscher Maler, Zeichner, Grafiker und Kunsttheoretiker aus Nürnberg, einer der bedeutendsten deutschen Künstler, Sohn des aus Ungarn eingewanderten Goldschmieds Albrecht Dürer d.Ä. (1427-1502), wurde zunächst von seinem Vater zum Goldschmied ausgebildet, 1486-90 Lehre bei dem bedeutenden Maler Michael Wolgemut. Wanderschaft von 1490-1494 nach Colmar, Straßburg und Basel, Italienreisen 1494-1495 und 1505-1507, Reisen in die Niederlande 1520-1521. Dürers Malerei symbolisierte den Übergang von der Spätgotik zur Renaissance, seine Werke hatten sowohl christlich-religiöse als auch weltliche Themen zum Inhalt. Seine Selbstportraits reflektieren das Persönlichkeitsbewußtsein des Renaissancemenschen.


»Die Kunst steckt in der Natur; wer sie herausreißen kann, der hat sie.«
»Es ist gar viel leichter, ein Ding zu tadeln, als selbst zu erfinden«
»Das Leben in der Natur gibt die Wahrheit der Dinge zu erkennen.«
»Ich mag nicht in den Himmel, wenn es da keine Weiber gibt. Was soll ich mit bloßen Flügelköpfchen?«
»Ein guter Maler ist inwendig voller Figur.«

...Maler und Kupferstecher, geb. 21. Mai 1471 zu Nürnberg, gest. das. 6. April 1528. Er lernte bei Michel Wohlgemuth, besuchte 1490-94 das Elsaß, wahrscheinlich auch Venedig, weilte das. 1506-7 und bereiste 1521-22 die Niederlande. Seine religiösen Bilder sind rein menschlichen und streng sittlichen Inhalts, andere recht realistisch und, der damaligen Kunst entsprechend, auch phantastisch. Hauptwerke: Madonnen in Berlin, Wien und Florenz; Anbetung der Könige (1504, Florenz,) Das Rosenkranzfest (Prag), Der Baumgartnersche Altar (München), Christus am Kreuz (1506, Dresden), Heilige Dreifaltigkeit (1511, Wien) etc. Ferner von Bildnissen sein Selbstbildnis (1500, München), Kaiser Maximilian I. (1519, Wien), Holzschuher (1526, Berlin), Muffel (1526). Groß ist auch die Zahl seiner Handzeichnungen, seiner Kupferstiche und Holzschnitte: Kleine Passion, Große Passion, Apokalypse, Marienleben. Als Schriftsteller behandelte er die Perspektive, den Festungsbau, schrieb ferner: »Von menschlicher Proportion« (1528).
Quelle: Brockhaus. Kleines Konversationslexikon (1906)

Zuletzt geändert am 05.05.2009