
Die Römer gründen die Provinz Pannonien. Die Donau dient als Grenze (Donaulimes). Einführung des Weinbaus. Christentum seit 303.
Teilung der Provinz Pannonia unter Kaiser Trajan.
Barbaren fallen ein: Markomannen, Quaden und Sarmaten.
Hunnen herrschen im Karpatenbecken. (Attila, der Hunnenkönig).
Völkerwanderung: Germanen in Ungarn.
Awaren aus Innerasien erobern das Karpatenbecken.
Einwanderung von Slawen und turkstämmigen Wolga-Bulgaren.
Unterwerfung der Awaren durch Karl d. Großen.
Eroberung des Karpatenbeckens durch Magyarenstämme unter dem Fürsten Árpád.

Raubzüge der Magyaren in ganz Europa. Zerfall der Karolingischen Ostmark.
In der »Schlacht auf dem Lechfeld« bei Augsburg am Laurentius-Tag werden die Magyaren (Ungarn) von dem deutschen König Otto I. (912-973) besiegt.
Link: Die »Schlacht auf dem Lechfeld« in der Wikipedia
Árpáden-Dynastie.
Stephan (István), Sohn des Großfürsten Géza (Geisa), heiratet Gisela von Bayern (Schwester von Kaiser Heinrich II.). Stephan wurde 1083 heiliggesprochen.
Prinz Stephan zum König gekrönt. Christlicher Feudalstaat mit starker, westlicher Bindung. Das Königreich umschließt Transsylvanien, das Tatra-Massiv und die Adriaküste.

Ladislaus (László) I., der Heilige, festigt die Einheit des Staates, Eroberungen bis an die Adria.
König Andreas (Endre) II. (1205-1235), erläßt die Goldene Bulle, (die "ungarische Magna Charta") die dem Adel verschiedene Rechte einräumt.
Mongolenhorden aus dem Osten verheeren große Teile des Landes.
Kaiser Sigismund ist König von Ungarn und von 1410-1437 römisch-deutscher Kaiser.
König Matthias Corvinus (Mátyás) I.

Schlacht bei Mohács: vernichtende Niederlage der Ungarn gegen die Türken.
Türken beherrschen einen Großteil Ungarns, einschl. Buda und Pest , die Habsburger einen schmalen Streifen Land im Westen und im Norden (das "königliche Ungarn").
Die habsburgische Armee erobert Buda zurück und vertreibt die Türken.
Erneuter Aufstand durch Prinz Ferenc Rákóczi gegen die Habsburger schlägt fehl.

Ungarische Revolution und Befreiungskrieg (Lajos Kossuth), Niederschlagung mit Hilfe der Russen.
König (Kaiser) Franz Joseph I.
Doppelmonarchie (k.u.k.) Östereich-Ungarn. Königreich Ungarn hat seine eigene Verfassung, Verwaltung und Gesetzgebung. Krönung von Kaiser Franz Joseph I. zum König von Ungarn in Buda.

Erster Weltkrieg.
Ausrufung der Republik.
Räterepublik.
Friedensvertrag von Trianon. Ungarn verliert etwa 70% seines Staatsgebietes an Rumänien, die Tschecheslowakei, Jugoslawien, Österreich und Italien.
Diktatur unter Admiral Miklós Horthy (1868-1957).
Eintritt in den zweiten Weltkrieg.
Ungarn kämpft mit Deutschland gegen die Sowjetunion.
Deutsche Truppen besetzen Ungarn. Ungarische Juden werden deportiert, Budapest wird zerstört.
Eroberung Ungarns durch die Rote Armee. Waffenstillstand, Neuwahlen, Landreform.
Ausrufung der Republik.
Friedensvertrag von Paris.
Kommunisten ergreifen die Herrschaft.
(St. Stephans-Tag) Verkündung der Verfassung der Ungarischen Volksrepublik.
Sturz Imre Nagys.
Beginn des Volksaufstandes. Ministerpräsident Imre Nagy.
Blutige Niederschlagung des Volksaufstandes durch sowjetische Truppen. Imre Nagy wird 1958 hingerichtet.
Sozialistische Volksrepublik mit Einparteiensystem.
Parteichef János Kádár wird wieder Regierungschef.
Wirtschaftliche Liberalisierung.
Posthumes Staatsbegräbnis für Imre Nagy und seine Gefährten. János Kádár stirbt.
Ungarn öffnet den "Eisernen Vorhang" und leitet damit den Zusammenbruch des Ostblocks ein.
Ausrufung der Republik - Ende der Volksrepublik Ungarn.
Die ersten freien Parlamentswahlen, Sieg des konservativen "Ungarischen Demokratischen Forums" unter Ministerpräsident Antall. A. Göncz wird Staatspräsident.
Abzug der Sowjettruppen.
Unterzeichnung des Assoziierungsvertrages mit der EG (in Kraft seit 01.02.1994)
Der Sozialist Gyula Horn wird nach den Neuwahlen Ministerpräsident.
Staatspräsident Göncz wird zum zweiten Mal ins Amt gewählt.
Neuwahlen. Wahlsieg von FIDESZ-MPP, die unter Ministerpräsident Viktor Orbán Koalition mit der FKgP und dem MDF eingeht. Gespräche über Aufnahme in die EU.
Beitritt zur Nato.
Im August 2000 endet die Amtszeit von Staatspräsident Göncz. Nachfolger wird Ferenc Mádl, der Kandidat der bürgerlichen Regierungsparteien.
Parlamentswahlen: Wahlsieg von MSZP, die unter Ministerpräsident Péter Medgyessy mit SZDSZ koaliert.
Seit dem 01.05.2004 ist Ungarn Mitglied der EU.
»...ich bin fest überzeugt, dass Ungarn und andere Länder der Region schon 1951 bereit gewesen wären, am Integrationsprozess teilzunehmen, wäre ihnen dies nicht verwehrt gewesen. Es ist vielleicht weniger bekannt, dass ungarische Intellektuelle die Notwendigkeit einer europäischen Einigung bereits vor deren Verwirklichung gesehen haben.«
(Staatspräsident Ferenc Mádl, Rede am 05.05.2004 in Stuttgart)
Letzte Änderung: 10.07.2010