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Piraten

Piraten, Freibeuter & Bukanier von A bis Z

Der Tod des Piraten Blackbeard
Jean Leon Jerome Ferris (1863-1930): Der Tod des Piraten Blackbeard
  • Cheng, Witwe (eigentl. Shih Yang, Ching Yih Saoa, Cheng I. Sao, 1785-1844) Witwe des chinesischen Freibeuters Cheng I., der am 16. November 1807 bei einem Sturm (oder durch eine Kanonenkugel bei dem Versuch, Vietnam zurückzuerobern) ums Leben kommt. Zur Flotte der Madame Cheng (»Geissel der östlichen Meere«) gehörten sechs Kampfgeschwader mit insgesamt 800 großen und 1.000 kleinen Dschunken mit etwa 70.000 Piraten (Männer und Frauen).
Karibische Siedler müssen Tribut an die Bukanier zahlen
Howard Pyle (1853-1911): Karibische Siedler müssen Tribut an die Bukanier zahlen
  • Hawkins, Sir John (1532-1595) englischer Seefahrer und Freibeuter in Diensten der englischen Königin Elisabeth I. (1533-1603), einer der ersten englischen Sklavenhändler, Vetter von Francis Drake, als Vizeadmiral 1588 siegreich im Kampf gegen die Spanische Armada. Sein Schiff, das 1540 in Lübeck von dem englischen König Heinrich VIII. zur Verstärkung seiner Flotte gekauft worden war, hieß lange Zeit »Jesus von Lübeck«.
  • Hein, Piet (Piet Heyn, 1577-1629) holländischer Freibeuter und Volksheld. Ausgestattet mit »Kapernbriefen« der Regierung machten die »Wassergeusen« (gueux = frz. für Bettler) Jagd auf feindliche Schiffe. Hein, Vize-Admiral der Niederländischen Westindischen Compagnie, kaperte 1628 die spanische Silberflotte. Am 17./18. Juni 1629 wird er im Kampf gegen die Freibeuter von Dünnkirchen von einer Kanonenkugel zerrissen (Seeschlacht bei Oostende).
Captain Kidd im New Yorker Hafen
Jean Leon Gerome Ferris (1863-1930): Captain Kidd im New Yorker Hafen
  • Morgan, Sir Henry (um 1635-1688) walisischer Bukanier, kommandierte ab 1666 sein eigenes Schiff. Überfiel, ausgestattet mit Kaperbriefen des englischen Gouverneurs von Jamaika, spanische Schiffe. 1668 Einnahme und Loskauf von Porto Bello, Plünderung von Städten rund um den Maracaibosee 1669. 1671 griff er mit rund 1.200 Mann auf 36 Schiffen die größte spanische Niederlassung in Amerika an: Panamá. 1672 kommt es zu einem Friedensvertrag zwischen England und Spanien, worauf Morgan 1673 verhaftet wird. 1674 wird er von König Karl II. (1630-1685) begnadigt und wegen seiner Loyalität geadelt und zum Vizegouverneur von Jamaika ernannt. Beauftragt mit der Bekämpfung der Bukanier geht der skrupellose Morgan gegen die Piraten vor. Der trunksüchtige Henry Morgan stirbt am 25. August 1688 in Port Royal auf Jamaika. Er erhält ein Staatsbegräbnis.
  • Read, Mary (um 1685-1721) englische Piratin und Abenteurerin, in Männerkleidern als Schiffsjunge und Soldat tätig...
  • Roberts, Bartholomew (1682-1722, »Black Bart«, der »Große Pirat Roberts«) walisischer Pirat, letzter Piratenkapitän des »Goldenen Zeitalters der Seeräuber«. Innerhalb von 30 Monaten kaperte er über 400 Schiffe in den Gewässern der amerikanischen Kolonien, der Karabik und vor Westafrika. 1722 wird sein Schiff von dem britischen Kriegsschiff HMS »Swallow« unter Kapitän Chaloner Ogle (um 1681-1750) gestellt. Roberts stirbt bei dem Angriff, seine Leiche wird über Bord geworfen. Die überlebenden 264 Piraten werden in der Festung von Cape Coast in einem der größten Piratenprozesse überhaupt verurteilt, 52 werden gehenkt.
Bukanier
Howard Pyle (1853-1911): Bukanier
The buccaneer was a picturesque fellow

Quellen

  • David Cordingly: Piraten, Furcht und Schrecken auf den Weltmeeren, VGS, 2006
  • Gustav Adolf Wolter: See und Seefahrt, Koehlers Verlagsgesellschaft, 1968
  • Vezio Melegarie: Die Geschichte der Piraten, Tessloff Verlag, 1978
  • Wolfram zu Mondfeld: Das Piratenkochbuch, Komet Verlagsgesellschaft
  • Zeitschrift G/Geschichte, Ausgabe Juli 2007, Sailer Verlag

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Letzte Änderung: 03.06.2013

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