Entdecker
Bedeutende Entdecker von A bis Z

- Das arktische Nord-Amerika. Zur Veranschaulichung der Route Franklins und der Nordwestlichen Durchfahrt.
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- Balboa, Vasco Núñez de (um 1475-1519), Spanien, entdeckte 1513 das »Meer des Südens« (»Mar del Sur«, Pazifik).
- Barentz, Willem (um 1550-1597), Holland, suchte die Nordwestpassage, entdeckte die Bäreninsel, Spitzbergen und die Doppelinsel Nowaja Semlja. Kartograf von Teilen der Arktis.
- Barth, Heinrich (1821-1865), Deutschland, bereiste Palästina, Syrien, Zypern und Rhodos, erforschte ab 1850 Nordafrika von Tripolis über Tschadsee bis zum Niger. Erstellte die ersten zuverlässigen Karten der von ihm bereisten Gebiete (Afrikas).
- Bates, Henry Walter (1825-1892), Großbritannien, Naturforscher, sammelte im Amazonasgebiet 14.000 zum größten Teil zuvor unbekannte Insektenarten.
- Bell, Gertrude (1868-1926), Großbritannien, die Forschungsreisende, Historikerin und Schriftstellerin unternahm ab 1899 zahlreiche Reisen in den Nahen Osten; sie war maßgeblich an der Gründung des damaligen Königreichs Irak unter Faisal I. (1883-1933) beteiligt, dessen enge Vertraute sie war.
- Bering, Vitus (1680-1741), Dänemark, bewies, dass Asien und Amerika getrennte Kontinente sind.
- Bougainville, Louis-Antoine de (1729-1811), Frankreich, segelte als erster Franzose um die Erde. Die französische Naturforscherin Jeanne Baret (1740-1803) war als Mann verkleidet mit an Bord - sie ist damit wohl die erste Frau, welche die Erde umschifft hat.
- Brehm, Alfred Edmund (1829-1884), Deutschland, begleitete 1847 den Vogelkundler Johann Wilhelm von Müller nach Ägypten, bereiste den Sudan, betrieb dort Naturforschung, besuchte die Länder der Bogos (Stamm der Auga) in Eritrea (nordöstliches Afrika) und erforschte deren Verhaltensweisen. Berühmt wurde Brehm durch sein Werk »Brehms Tierleben« (ab 1864).
- Burton, Richard Francis: (1821-1890), Großbritannien, besuchte 1854 als Einheimischer verkleidet die islamischen Heiligtümer von Mekka und Medina sowie das Somaliland, entdeckte 1858 zusammen mit John Hanning Speke den Tanganjikasee. Weitere Reisen zum Golf von Benin, nach Dahomey und nach Brasilien.
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- Caboto, Giovanni (um 1450 - um 1499), Genua, erkundete Südgrönland, Neufundland und die amerikanische Ostküste.
- Cabral, Pedro Alvares (1467-1526), Portugal, entdeckte (auf dem Weg nach Indien) Brasilien.
- Cartier, Jacques (1491-1557), Frankreich, entdeckte in Kanada den St.-Lorenz-Strom.
- Champlain, Samuel de (1567-1635), Frankreich, erkundete Ostkanada, begründete dort die franz. Vormacht.
- Chang Chien (?), China, erkundete Teile Innerasiens sowie die Seidenstraße.
- Clark, William 1770-1838, Nordamerika, erforschte zusammen mit Meriwether Lewis (1774-1809) den Nordwesten der heutigen USA bis zum Pazifik.
- Cook, James (1728-1779), Großbritannien, erforschte auf 3 Reisen den Pazifik, bewies die Nichtexistenz des sagenhaften Südkontinents.
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- Darwin, Charles (1809-1882), England, unternahm 1831-1836 eine Weltreise, studierte die Ost- und Westküste Südamerikas, die Falkland- und die Galapagosinseln, berühmt durch seine Abstammungslehre (1859).
- David-Néel, Alexandra (1868-1969), Frankreich bereiste als Bettlerin verkleidet als vermutlich erste Europäerin die verbotene Stadt Lhasa in Tibet.
- Diaz, Bartholomeu (um 1450-1500), Portugal, umrundete als erster das Kap der Guten Hoffnung (Afrika).
- Dietrich, Amalie (1821-1891), Deutschland, die Naturforscherin und Entdeckerin neuer Arten unternahm ab 1863 eine zehn Jahre dauernde Reise in das noch gänzlich unerforschte Australien.
- D'Urville, Jules Dumont (1790-1842), Frankreich, umfassende Entdeckungen in der Südsee, umsegelte Australien.
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- Die Entdeckung Grönlands, Holzstich von 1875
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- Flinders, Matthew (1774-1847), Großbritannien, erforschte vorwiegend die Südküste Ausstraliens, gilt als erster Engländer, der Australien umrundet und konkrete geografische Erkenntnisse überliefert hat.
- Franklin, Sir John (1786-1847), Großbritannien, der Seefahrer und Polarforscher umrundete Spitzbergen auf der Suche nach der Nordwestpassage, erforschte im Auftrag der britischen Admiralität den arktischen Norden Kanadas. Eine weitere Expedition (1845) mit den Schiffen »Erebus« und »Terror« und 129 Mann Besatzung endet mit dem Verschwinden der Schiffe. Dies löst die wohl umfangreichste Rettungsaktion des 19. Jahrhunderts aus. Erst Jahre später erfährt man vom Tod Franklins an der Nordwestküste des King-William-Landes.
- Frémont, John Charles (1813-1890), Nordamerika, erforschte den Westen der USA, insbesondere die Rocky Mountains, gilt in den USA als »Eroberer« von Kalifornien.
- Frobisher, Sir Martin (um 1535-1594), England, der Seefahrer und Freibeuter suchte auf drei Reisen (1576-1578) die Nordwestpassage, sichtete dabei Südgrönland und entdeckte Baffinland, die größte Insel des Kanadisch-Arktischen Archipels.
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- Hanno der Seefahrer († ca. 440 v. Chr.), Karthago, der Herrscher und Admiral fuhr an Afrikas Westküste bis nach Kamerun.
- Harrer, Heinrich (1912-2006), Österreich, der Bergsteiger, Forschungsreisender, Geograph und Autor gilt als einer der letzten großen Forschungsreisenden des 20. Jahrhunderts. Teilnehmer der Olympischen Spiele von 1936, bestieg 1938 zusammen mit A. Heckmeair als Erster die Eiger-Nordwand, nahm 1939 an der Nanga-Parbat-Expedition teil, erreichte 1946 die tibetanische Hauptstadt Lhasa, war 1944-51 Berater und Lehrer des Dalai-Lama. Weitere Reisen und Expeditionen nach Neuguinea (1962), an den Amazonas (1966/69), in den Sudan und Borneo (1971).
- Hedin, Sven Anders (1865-1952), Schweden, der »schwedische Marco Polo« unternahm ausgedehnte Reisen durch Zentralasien, erforschte u.a. die 400.000 qkm große Takla-makan-Wüste (1893 und 1894). Durchquerung der Wüste Gobi, Entdeckung der antiken Ruinenstadt Loulan. Erreichte als erster Europäer die Quellen des Indus und des Brahmaputra während einer einzigen Reise, kartierte als Erster den Transhimalaja.
- Hudson, Henry (um 1550-1611), England suchte die Nordwestpassage, Entdecker der Hudsonbay.
- Humboldt, Alexander von (1769-1859), Deutschland, Forschungsreisen in Mittel- und Südamerika bis zu den Quellen des Amazonas.
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- Ibn Battuta, Abu Abd Allah Muhammed (1304-1368/1377), Marokko, Reisen quer durch Asien, Afrika und Europa, legte dabei wohl über 120.000 Kilometer zurück, zählt neben Marco Polo und Wilhelm von Ruysbroek zu den drei großen mittelalterlichen Weltreisenden.
- Idrisi, Abu Abd Allah Muhammed (1100-1165), Arabien, arabischer Kartograph, Geograph und Botaniker mit großem Einfluss auf die erdkundlichen Kenntnisse Europas.
- Jermak, Timofejewitsch (um 1525-1584), Russland, lebte als Fischer und Flusspirat an der Wolga, als Kosakenhetman (Hauptmann) eroberte er 1579-1584 Sibirien bis zum Irtysch. Entlang seiner Route verläuft heute die Transsibirische Eisenbahn.
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- Kingsley, Mary Henrietta (1862-1900), England, die Entdeckerin und Ethnologin bereiste ab 1893 als erste Europäerin abgelegene Teile in West- und Zentralafrika.
- Kolumbus, Christoph (1451-1506), Genua, Entdecker der »Neuen Welt«.
- Krusenstern, Adam Johann Baron von (1770-1846), Rapla (heute Estland), der baltendeutsche Admiral der russischen Flotte führte 1803-1806 unter Teilnahme der Naturforscher Wilhelm Gottlieb Tilesius von Tilenau (1769-1857) und Georg Heinrich Freiherr von Langsdorff (1774-1852) sowie des Entdeckers Otto von Kotzebue (1788-1846) auf der Fregatte »Nadeshda« die erste russische Weltumseglung durch.
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- La Salle, René Robert de (1643-1687), Frankreich, Entdecker der Niagarafälle, erforschte die Großen Seen und den Mississippi.
- Lewis, Meriwether (1774-1809), Nordamerika, bereiste 1804-1806 zusammen mit William Clarke (1770-1838) den Westen der heutigen USA von St. Louis zum Pazifik und zurück. Ab 1807 war er Gouverneur des (französischen) Louisiana-Territoriums.
- Livingstone, David (1813-1873), Großbritannien, durchquerte mehrfach Afrika bis zum Sambesifluss, entdeckte die Victoriafälle und erforschte den Tanganjikasee (mit einer Fläche von 32.893 qkm sechstgrößter See der Erde).
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- Nachtigal, Gustav (1834-1885), Deutschland, zunächst preußscher Militärarzt, dann wegen seiner Lungentuberkulose in Nordafrika, wo er sich der Afrikaforschung verschrieb. Er erlernte die arabische Sprache und studierte die Gebräuche der Wüstenbewohner, durchquerte ab 1869 die Sahara von Tripolis über Tibestigebirge und vom Tschadsee bis Khartum am Nil. Hauptverdienst ist seine geographische und ethnografische Erforschung des Tibesti-Gebirgsmassivs (höchstes Gebirge der Sahara, Republik Tschad).
- Nansen, Fridtjof (1861-1930), Norwegen, durchquerte als erster Südgrönland.
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- Park, Mungo (1771-1806), Großbritannien, entdeckte 1796 von Gambia aus den Oberlauf Niger, befuhr den Niger 1805-1806 bis zu den Bussa-Fällen, wo er bei dem Versuch, einem Überfall durch Eingeborene zu entgehen, ertrank.
- Peary, Robert Edwin (1856-1920), USA, bewies die Inselnatur von Grönland, erreichte 1909 als erster Mensch den Nordpol.
- Pfeiffer, Ida (1797-1858), Österreich, die Entdeckerin und Reiseschriftstellerin reiste ab 1842 als erste Frau alleine um die Welt, nach Südamerika, Polynesien, China und Indien. 1848 weiter nach Persien, Türkei und Griechenland. 1853 reiste sie nach Kalifornien, Peru, überquerte die Anden, gelangte über Kanada nach New York. In Mauritius wird sie von der Königin Ranavalona als Spionin verhaftet, kann aber fliehen. Sie stirbt einen Monat später in Wien an Malaria.
- Polo, Marco (1254-1324), Venedig, bereiste Persien, China, Indien, berühmter Reisebericht.
- Prschewalski, Nikola Michailowitsch (1839-1888), Russland, erschloss auf 4 langen Reisen das nördliche Zentralasien.
- Pytheas (4. Jh. v.Chr.), Griechenland, reiste von Marseille aus um England, nach Helgoland und wohl auch bis Norwegen.
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- Rebmann, Johannes (1820-1876), Deutschland, der Missionar entdeckte 1848 den höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo (5.895 m). Bedeutend ist auch sein Wörterbuch der Suahelisprache.
- Richthofen, Ferdinand von (1833-1905), Deutschland, wissenschaftliche Erforschung von China.
- Ross, James Clark (1800-1862), Großbritannien, entdeckte u.a.den magnetischen Nordpol und den magnetischen Südpol.
- Rubruk (Ruysbroek), Wilhelm von (1210-1291), Frankreich, flämischer Franziskaner, reiste über Krim, Kirgisensteppe und Wüste Gobi nach Karakorum zum Mongolenherrscher. Bedeutendste Innerasienreise vor Marco Polo.
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- Dampfschiff auf dem Mississippi, Farblithographie um 1895
- Scott, Robert Falcon (1686-1912), Großbritannien, mehrere Expeditionen in die Antarktis, erreichte den Südpol kurz nach Amundsen.
- Soto, Hernando (1486-1542), Spanien, durchquerte den Süden der heutigen USA bis zum Alabama und zum Mississippi.
- Speke, John Hanning (1837-1864), Großbritannien, entdeckte auf der Suche nach der Nilquelle den Victoriasee.
- Stanley, Henry Morton (1841-1904), USA Suchte 1871 im Auftrag des »New York Herald« den verschollenen David Livingstone, danach gemeinsame Forschungen am Tanganjikasee, erforschte später den Victoriasee und den Kongo mit seinen Nebenflüssen, den Edwardsee und den Semlikifluss. Gilt neben Livingstone als größter englischer Forscher Zentralafrikas.
- Strabon (um 63 v.Chr. - um 24 n.Chr), Griechenland, der Historiker und Geograph reiste von Armenien bis Italien und vom schwarzen Meer bis Äthiopien; schrieb eine 17-bändige »Geographie«, von der große Teile erhalten blieben.
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- Tasman, Abel Janszoon (um 1603-1659), Holland, entdeckte Tasmanien und Neuseeland, untersuchte die Nordküste von Australien.
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Quellen
- Was ist Was - Band 5 - Entdecker und ihre Reisen, Tessloff Verlag, 1991
- DuMonts Enzyklopädie der Seefahrer und Entdecker, DuMont monte Verlag, 2002
- C.C. Bergius: Die großen Entdecker, Praesentverlag, ca. 1975
- Abbildungen: lcweb2.loc.gov
- sowie »Das 19. Jahrhundert in Wort und Bild«, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., 1900
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Letzte Änderung: 26.12.2008